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SAP SRM 7.0 – was ist neu?

Seit Mitte 2009 ist das neue SAP SRM Release 7.0 verfügbar. Viele Kunden fragen sich, welche Neuerungen enthalten sind. Mit Blick auf SRM 6.0 (wurde nur sehr vereinzelt bei Kunden ausgerollt) sind Kunden verunsichert und wissen nicht, ob und vor allem wann sich ein Umstieg lohnt.

Hier ein kurzer Überblick über die Erweiterungen und ein Vorschlag für das Vorgehen bei der Einführung von SAP SRM 7.0. Gerne informieren wir Sie auch bei Ihnen vor Ort über die Einsatzmöglichkeiten von SRM 7.0.

SAP SRM 5.0 ist ein stabiles und ausgereiftes System, das gerade mit Hinblick auf Self Service Procurement Szenarien viele gewünschte Funktionen des Kunden abbildet. Mittlerweile ist die verwendete Technologie nicht mehr zeitgemäß. SAP hat sich ab SRM 6.0 entschlossen, einen Technologiewechsel vorzunehmen.

Grundsätzlich stellt sich bei der Projektplanung des Upgrades ab 5.0 die Frage, wie dieser zu planen ist.

Der Upgrade unterscheidet sich sehr stark von den früheren SRM Upgrades, da sich die technologische Basis massiv ändert. Bei der Planung der Ressourcen und der Aufwände ist eher von einer Neueinführung auszugehen als von einem klassischen Upgrade. Des Weiteren ist der Know-How Aufbau zu berücksichtigen der ggf. notwendig ist. Webdynpro for ABAP, prozessgesteuerter Workflow, SAP Enterprise Portal und Process Integration sind Technologien, deren Komplexität nicht zu unterschätzen sind.

Einsatz neuer Technologien

UI –Benutzeroberfläche

Die Technologie des User Interface im SAP SRM 7.0 hat sich geändert. Der bekannte SAP ITS (Internet Transaction Server) wird nicht weiter verwendet – Webdynpro for ABAP hat Einzug gehalten.

Vorteile:

  • Webdynpro for ABAP ist die strategische UI Plattform, auf der sowohl im SRM als auch im ERP Applikationen einheitlich entwickelt werden.

  • Systemübergreifend ist eine homogene Benutzeroberfläche aufgrund vordefinierter Templates und Controls vorhanden.

  • Das Entwicklungskonzept bei Webdynpro ist durchgängig und integriert in die ABAP Workbench

Das hat jedoch beim Releasewechsel zur Folge, dass Anpassungen an der Benutzeroberfläche in SAP ITS nach Webdynpro for ABAP übernommen werden müssen.

Vorgehen bei der Übernahme der Anpassungen:

  • Auflistung aller durchgeführten Anpassungen an der Benutzeroberfläche
  • Priorisierung und Entscheidung welche Anpassungen übernommen werden sollen
  • Analyse, welche Anpassungen ggf. im Standard schon vorhanden sind
  • Aufbau Webdynpro for ABAP Know-How
  • Implementierung der Anpassungen in Webdynpro

SAP Workflow

Bis SAP SRM 5.0 wurde das anwendungsgesteuerte Workflow Framework verwendet. Dies ist auch mit SAP SRM 7.0 möglich. SAP empfiehlt jedoch, bei Neuentwicklungen im Bereich Workflow auf die neue Technologie zu wechseln. Ab SAP SRM 6.0 wurde auf das prozessgesteuerte Workflow Framework umgestellt. Im Gegensatz zum anwendungsgesteuerten Workflow Framework gibt es nur eine einheitliche Workflow Vorlage. Die Steuerung erfolgt mit Hilfe von Prozessschemas, welche die Prozessstufen abbildet und dem SAP Business Rule Framework, in dem die notwendigen Bedingungen und Ereignisse abgelegt werden.

Vorteile:

  • Das prozessgesteuerte Workflow Framework unterstützt den zentralen Arbeitsvorrat im SAP Enterprise Portal.
  • Im zentralen Arbeitsvorrat sind alle abzuarbeitenden Aufgaben (Workitems) sichtbar und ausführbar.

Vorgehen:

  • Es ist zu prüfen, ob beim Releasewechsel Erweiterungen im Bereich Workflow geplant werden.
  • Falls ja, ist zu entscheiden, ob die bereits implementierte Workflow Lösung auf Basis des anwendungsgesteuerten Workflow Frameworks abgelöst und im prozessgesteuerten Workflow Framework implementiert wird.
  • Voraussetzung hierbei ist ein entsprechender Know-How Aufbau im Bereich prozessgesteuertes Workflow Framework

SAP Enterprise Portal

Bis zum Support Package Stand 5 war die SAP SRM Lösung nur portalbasiert. Ab SP05 kann SAP SRM 7.0 auch direkt ohne Portal eingesetzt werden. Der Einsatz des SAP Enterprise Portals bietet jedoch neue Funktonen.

Vorteile:

  • Der Benutzer kann sowohl auf Funktionen aus SAP SRM (z.B. Erstellen eines Einkaufswagens) und SAP ERP (z. B. Anzeige der zugehörigen Bestellung) zugreift, ohne zu erkennen in welchem System er tätig ist.

  • Ein Systembruch ist für den Benutzer nicht mehr sichtbar.

Vorgehen:

  • Falls bereits ein SAP Enterprise Portal im Einsatz ist, empfehlen wir, für das SAP SRM 7.0 ein zweites – ein SRM Portal- aufzubauen und anschließend das SRM Portal in das vorhandene Portal zu integrieren. Bei diesem Vorgehen vermeidet man Zeitverzögerungen wegen eventuellen System- und Releaseabhängigkeiten.
    Falls noch kein Portal vorhanden ist und die Integration in das SAP ECC nicht notwendig bzw. aufgrund des Releasestandes nicht möglich ist, ist eine Einführung ohne Portal sinnvoll.

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PI – Process Integration

Die Process Integration (PI – frühere XI) spielt eine zentrale Rolle bei der Einführung SAP SRM 7.0.

  • Für Schnittstellen kann einheitlich die SOA verwendet werden.
  • SOA wird eingesetzt für neue Funktionen und Prozesse wie z.B. Complex Services.
  • Die existierenden Schnittstellentechnologien zum Backend -RFC, IDOC- werden spätestens mit SAP ECC 6.0 EHP4 durch SOA abgelöst.

Dadurch erhöht sich die Komplexität der Prozesse und Datenflüsse und es ist PI Know-How erforderlich, um die Integration der Systeme zu realisieren.

Funktionale Erweiterungen

  • Self Service Procurement (Beschaffung von Bedarfsmaterialien): Team Purchasing mit Vertreterregelung: Ein Mitarbeiter kann einen Einkaufswagen anlegen und an einen Kollegen weiterleiten, der den Einkaufswagen ergänzt.

  • Contract Management (Kontraktverwaltung): Verträge aus SAP SRM und SAP ERP können harmonisiert werden. Es können Verträge angelegt und verwaltet werden, die sowohl in SAP SRM als auch in den ERP-Systemen genutzt werden können.

  • Service Procurement (Beschaffung von Dienstleistungen): Die Dienstleistungsbeschaffung wurde durchgängig implementiert. Ausschreibungen, Katalog (hierarchische Leistungsverzeichnisse), Verträge, Einkaufswagen oder Supplier Self Service unterstützen besser die Dienstleistungsbeschaffung. Weitere Funktionen in diesem Bereich kommen mit SAP SRM EHP1, dass Mitte des Jahres als rampup geplant ist.

Sonstiges

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